
Categories
Recent Posts
-
Wäre eine Veränderung in deiner Karriere nötig? Du bist aber noch unsicher, wie du das am besten machst? Ein Jobwechsel ist keine leichte Entscheidung. Es gibt aber auch andere Wege, als einen neuen Job zu suchen und den alten zu kündigen. Hast du die schon alle berücksichtigt?
Anbei liste ich 5 mögliche Wege auf, wie du einen Jobwechsel schaffen kannst.
Der typischste Jobwechsel. Du bist mit deinem Beruf zufrieden, nur etwas mit deinem jetzigen Job stimmt nicht. Es kann auch sein, dass du keine Weiterentwicklungschancen mehr siehst, die Abteilung- / Firmengröße für dich nicht mehr herausfordernd ist oder Konflikte mit den Kunden, Vorgesetzten und / oder Kollegen hast. Ein größerer Gehaltssprung, oder die nächste Karrierestufe zu erreichen, können unter anderem auch die Gründe sein, zu kündigen.
Bei dieser Art vom Jobwechsel ist es wichtig, dass du den Prozess sehr diskret und professionell durchführst. Ein halber Satz bei der Kaffeemaschine im Büro, dass du auf der Suche nach einem neuen Job bist, oder über deinen jetzigen Arbeitgeber im Vorstellungsgespräch zu lästern, bzw. über deinen aktuellen Job zu lügen, können böse Folgen haben.
Möchtest du diese Fettnäpfchen vermeiden? Buche einen Call mit mir und ich bereite dich richtig darauf vor!
Wenn ich Diskretion sage, dann kommt immer die Frage: Was ist mit dem Zwischenzeugnis? Die Praxis zeigt, dass es kein K.O.-Kriterium beim potenziellen neuen Arbeitgeber ist, wenn es im Bewerbungsschreiben (besonders, wenn es um die aktuelle Stelle geht) kein Arbeitszeugnis vom letzten (also aktuellen) Arbeitgeber gibt. Später kannst du es immer noch nachreichen, wenn du schon in die nächste Runde gekommen bist und die Chance für einen Arbeitsvertrag größer wird, oder der potenzielle Arbeitgeber es ausdrücklich anfordert.
Es kommt auch immer häufiger vor, dass Menschen ihren Job ohne Folgejob kündigen. Der Grund ist meistens das Bedürfnis nach einer kompletten, meistens persönlichen Neuorientierung. Es darf aber keine spontane Entscheidung sein! Obwohl du während der Kündigungsfrist noch i. d. R. 1 – 3 Monate Zeit hast eine neue Stelle, oder zumindest eine neue Geldquelle, zu finden, oder im Zweifelsfall deine Kündigung zurückziehst, ist es ein unnötiger Stressfaktor.
Auch wenn du noch nicht ganz so weit bist, deinen Job zu kündigen, du aber schon darüber nachdenkst, macht es auch Sinn die finanzielle Absicherung für die Überbrückung und ein langfristiges Ziel auszuarbeiten.
Ich habe vorhin geschrieben, dass es ein unnötiger Stressfaktor ist, deinen Job spontan, ohne jeglichen Plan für die Zukunft, zu kündigen. Ich kenne aber auch Leute, die erst die Kündigung eingereicht haben, weil sie wussten, dass sie sich ansonsten nie an die Jobsuche machen würden. Mutiger Schritt, es ergibt aber eine nachvollziehbar starke Motivation. Du musst wissen, ob so ein Schritt dir helfen und nicht zu sehr stressen würde.
Besonders bei größeren Firmen, mit mehreren, gut getrennten Abteilungen, kann sich ein Wechsel wie ein tatsächlicher Jobwechsel anfühlen. Für deinen Arbeitgeber entstehen weniger Recruiting-Kosten und es ist ein großer Vorteil, dass du schon firmenweite Prozesse kennst. Lediglich die Abteilung, die Tätigkeit und deine direkten Kollegen und Vorgesetzten ändern sich.
Wenn du dich fachlich in eine andere Richtung weiterentwickeln möchtest, kann der Abteilungswechsel sogar sehr sinnvoll sein und viel einfacher, als einen neuen Job als Quereinsteiger zu finden. Außerdem bist du mit einem tiefen Einblick und mit praxisnahen Erfahrungen in anknüpfenden Bereichen ein / eine viel wertvoller(e) Mitarbeiter:in. Daraus kannst du nicht nur in der täglichen Arbeit, sondern auch finanziell profitieren. Du könntest der / die Expert:in für abteilungsübergreifende Projekte sein!
Aber Vorsicht! Bei dieser Art von Jobwechsel benötigst du auch gute diplomatische Skills! Besonders, wenn du wegen zwischenmenschlicher Konflikte wechselst, kann es schieflaufen. Häufig bleiben solche Konflikte Abteilungsübergreifend spürbar, außerdem müsst ihr möglicherweise bis zu einem gewissen Grad trotzdem zusammenarbeiten. Im schlimmsten Fall musst du die Firma wirklich verlassen.
Ich kenne aber auch Beispiele, wo es wunderbar funktioniert hat. Beide Parteien waren intelligent genug ihre persönlichen Konflikte zurückzustecken und mit der größeren „Entfernung“ harmonisch zusammenarbeiten zu können.
Es gibt auch einen anderen Aspekt, den du mitbedenken musst. Wenn du innerhalb der Firma wechselst, besonders wenn du in der Abteilung komplett neu bist, hast du meistens das gleiche Gehalt am Anfang. Diese Art von Wechsel ist also eher für die fachliche Weiterentwicklung geeignet und weniger für die finanzielle Entwicklung.
Du magst deinen Job, bist mit dem Arbeitgeber im Großen und Ganzen zufrieden, überlegst aber in eine andere Stadt zu ziehen oder findest deine Abteilung an einem anderen Standort cooler? Dann ist der Standortwechsel deine beste Lösung! Ähnlich, wie bei einem Abteilungswechsel, ist die Voraussetzung, dass das Unternehmen den Wechsel ermöglichen kann (in dem Fall gibt es die gleiche Abteilung an mehreren Standorten).
Hier gilt es auch, dass die Kollegen es nicht persönlich nehmen dürfen! Betone gerne, dass du wegen der Stadt oder wegen anderen Aspekten den Standort wechselst und nicht, weil du sie nicht mehr leiden kannst! Ihr werdet euch ja noch sehen, wahrscheinlich sogar genauso zusammenarbeiten.
Besonders bei Tätigkeiten, die du eh schon online gemacht hast, ändern sich deine Aufgaben und Teammitglieder erstmal gar nicht.
Und schließlich der mutigste Wechsel überhaupt: Quereinsteigen.
Mit 18 musst du dich entscheiden, womit du dich in den nächsten 40 Jahren beschäftigen willst. Es kann ziemlich leicht schief gehen. Heutzutage ist es aber nicht mehr so selbstverständlich, dass du bei deinem Beruf bleibst. Du darfst etwas Neues lernen. Außerdem, wenn du nach ein paar Jahren bemerkst, dass es doch nicht deine Leidenschaft ist, sondern etwas anderes, dann ist es sogar sinnvoll, aus fachlicher Hinsicht von vorne anzufangen.
Es braucht aber Mut und Planung. Noch mehr als bei der Kündigung ohne Folgejob!
Wenn du in einer komplett anderen Branche Fuß fassen willst, benötigst du auch Fachwissen. Vieles kannst du dir in der Praxis aneignen oder in kürzeren Weiter- / Ausbildungen, sogar auch online lernen, statt in Vollzeit an einer Uni zu studieren. Sei kreativ! Frage Leute aus der anderen Branche nach guten Fachbüchern oder Seminaren!
Was bedeutet eigentlich „zu alt“? Mein Vater hat mit 50 sein Masterstudium gestartet. Ich war mit 28, nach fast 5 Jahren in der Arbeitswelt, erstmal Trainee. Eine sehr gute Freundin hat mit 48 etwas ganz Neues angefangen. Beate Sanders hat sich erst im Ruhestand mit der Börse angefangen zu beschäftigen und ist Millionärin und erfolgreiche Buchautorin geworden. Du kennst aber bestimmt auch andere berühmte Persönlichkeiten, die erst später ihre Leidenschaft entdeckt haben und damit sogar erfolgreich und berühmt worden sind. Verschwende dein Leben nicht in dem falschen Job, nur weil du denkst, dass man mit 40, 50, oder sogar über 60 „nicht mehr wechselt“.
Wenn du etwas neu anfängst, bist du am Anfang nicht gut darin. Total nachvollziehbar. Du bist also (unabhängig von deinem Alter und früheren Erfahrungen aus anderen Branchen) als Mitarbeiter für das Unternehmen aus fachlicher Hinsicht keinen „Senior“ wert. Das ist auch völlig in Ordnung.
Sich das leisten zu können, ist aber häufig eine Herausforderung.
Als ich in meinem Job 1.800 € netto verdient habe und dann eine Trainee-Position angenommen habe, musste ich ein Jahr lang mit monatlich 600 € netto weniger auskommen.
Das hat von mir einiges abverlangt, ich habe es aber sehr gerne in Kauf genommen, weil es eben den Start in meinen Traumjob war.
Ich habe also schon Monate davor angefangen meine Ausgaben zu reduzieren, um möglichst viel Geld auf die Seite zu legen. Unterschätze es nicht! Verzicht kann ganz schön wehtun! Wenn du aber ein Ziel hast, dann geht das. Außerdem wusste ich, dass es nicht lange dauert und ich noch viel mehr verdienen werde. (Übrigens gibt es auch einen Beitrag über richtiges Sparen.
Wie du siehst, gibt es ziemlich viele Möglichkeiten, wie du deine aktuelle Jobsituation signifikant ändern kannst und sogar zwei von fünf Ideen haben gar keine Kündigung nötig.
Sei also offen, überlege deine Möglichkeiten und sei mutig diesen Schritt zu gehen! Es lohnt sich auf jeden Fall!
Bist du unsicher, wie du in deiner individuellen Situation vorgehen solltest? Buche einen kostenlosen Call mit mir und lass uns den besten Weg für dich finden!
Viel Erfolg!